War mal kurz in Marroko. Wellenreiten ausprobiert in Essaouria.

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Essaouria

Nach Spanien, Murica, kommt wohl die Niederlande, Amsterdam. So sieht es im Moment aus. Abflug aus Spanien ist gebucht.
Warte jetzt nur noch auf den Arbeitsvertrag. Muendlich solle alles klar sein. Fingers crossed.

Kurze Abhandlung über das Beziehung führen mit einer Nicht-EU-Bürgerin.

Als wir noch in Irland (örtlich getrennt voneinander) gelebt haben, konnten wir nach 2Jahren Beziehung eine Anerkennung als “de-facto” Partnerschaft beantragen. Dafür muss man glaubhaft belegen können, dass man auch wirklich eine Beziehung führt. (Scheinbeziehungen sind weit mehr verbreitet als man denkt.) Das haben wir augenscheinlich geschafft, da wir mit Bildern, Skype-Telefonat-Protokollen, Email-Protokollen und Unterstützerbriefen das Immigrationsbüro überzeugen konnten, dass wir wirklich zusammen sind. Und das, obwohl wir nie eine gemeinsame Wohnung, geschweige denn, gemeinsame Rechungen vorweisen konnten.

Im Endeffekt heisst das nun, dass meine Freundin ein neues Visa bekam (“EU-family member” anstatt “student”), das erstmal fúr 5Jahre gültig ist. Das hat unter anderem den Vorteil, dass Sie z.B. kein Wiedereinreise-Visa braucht (Re-entry-Visa in Irland: ca.100Euro pro neue Einreise), falls Sie mal Irland verlassen hat (z.B. Heimatbesuch oder Urlaub). Oder Sie kann einfach bis zu 5Jahre in Irland bleiben und einem Job nach gehen. (Normalerweise darf der Nicht-EU-Bürger erstmal 6Monate bleiben, wenn er/sie nachweisen kann, dass er/sie entweder einen Englischkurs (oder Ähnliches) besucht und dort mit 80% Anwesenheit glänzen kann. Das kann man dann immer wieder um 6Monate verlängern, muss aber immer wieder irgendeinen Kurs besuchen, was a) ins Geld geht und b) manchmal einfach keinen Sinn macht. Der “Standard-Nicht-EU-Tourist” darf 3Monate in Europa reisen) Ausserdem sollte es keine Probleme für Sie geben, wenn wir durch Europa reisen, solange Sie mit mir reist. Ihr irisches EU-Family-Visa ist noch bis Ende 2017 gültig.

Aber das ist erstmal unerheblich, denn wie Einige wissen, ging Sie ja dann nach Deutschland, um Ihren Master zu absolvieren und hat dadurch ein deutsches Studentenvisum bekommen, dass bis Oktober 2015 gültig ist. (Randfakt: Als Nicht-EU Bürger muss man pro Monat, den man zum Studieren in Deutschland bleibt, ca.670Euro im voraus nachweisen, damit man dem dt Staat nicht auf der Tasche liegt.). Ihr Master ist also bald vorbei und im Moment weiss Sie einfach noch nicht, wohin die Reise weiter geht. Das könnte Deutschland sein, das könnte irgendwo in Europa sein oder vielleicht sonst wo. Aber das wird sich hoffentlich bald entscheiden.

Da ich jetzt in Spanien bin und es in Spanien auch eine “de-facto” Beziehung gibt (pareja/uniones de Hecho), würde es sich ja auf jeden Fall anbieten, dass hier zu beantragen. So als Absicherung, falls alle Job-Stricke erstmal reissen würden. Jetzt waren wir im Rathaus und bei der Einwanderungsbehörde und letztendlich wird das nichts. Denn, um diese Partnerschaft anerkannt zu bekommen, muss man unter anderem mindestens 1Jahr zusammen in der selben Adresse in Spanien leben und auch registriert sein. Das ist aber halt nicht möglich, da Sie als Nicht-EU-Bürgerin maximal 3Monate in Europa Aufenthalt bekommt (Touristen-Visa). Da hilft es uns auch nicht, dass wir die Anerkennung aus Irland haben oder dass Sie ein Studentenvisa in Deutschland hat oder einfach der Fakt, dass wir ja schon über 4Jahre zusammen sind.

Das ist jetzt alles nicht soooo schlimm, aber zeigt einfach auf, dass hier Europa noch nicht so geeint ist in seinen Regeln. Wären wir jetzt aber verheiratet, dann wäre das alles kein Problem, aber das ist eine andere Geschichte.

Mein experimentelles System nimmt langsam Formen an und mittlerweile sind alle wichtigen Bestandteile eingetroffen und getestet. Ich werde jetzt hier kein genaues Bild widerspiegeln, aber mal versuchen, einen groben Überblick verschaffen. Kurz zusammen gefasst, wollen wir ja die Netzhaut abbilden. Allerdings ohne eine Kamera zu verwenden, sondern nur einen einzelnen Detektor.

Das Licht:

Ich hab in meinem System als Lichtquelle eine Standard LED oder besser ein LED-Array, dass man in jedem Elektronikfachhandel (z.B. conrad) kaufen kann. Kosten so um die 15Euro. Die betreibe ich an einem Netzteil (50V, 0.7A), dass man auch fast überall kaufen kann. Die LED hab ich ganz „professionell“ auf einen CPU Kühler geschraubt, den ich aus einem alten Pentium4 PC geschraubt hab, denn die LED wird bis zu 150Grad heiss, daher braucht man einen dicken Kühlkörper. Da ich das Licht in eine gewisse Richtung lenken will, musste ich noch eine Art Gehäuse basteln, dass das Licht nur aus einer münzgrossen Blende lässt. Ausserdem hilft das, die Lichtverteilung im Labor zu regeln, denn wir wollen nur da Licht, wo wir es benötigen und nicht sonst wo.

Amplituden-Modulation:

Der Lichtstrahl trifft dann direkt auf ein „Digital MicroMirror Device“ (DMD/DLP). Dieses besteht aus, in unserem Fall, 1024 x 768 kleinen Spiegeln (ca. 14µm gross), die man individuell ansprechen kann. Die Spiegel kennen im Prinzip nur zwei Zustände: Licht nach A oder B reflektieren. D.h. Entweder ins System reflektieren oder weg vom System. Daher auch der Begriff Amplituden Modulation, da ich nun auf dem DMD verschiedene Pattern/Muster/Bilder projezieren kann, die mir unterschiedlich viel Licht ins System bringen können. Und das Ganze passiert bis zu 22 tausend Mal pro Sekunde, wenn man will. Solche Spiegel werden kommerziell in aktuellen Projektoren/Beamern verbaut.

Aufbau:

Dann wird das modulierte Licht durch mehrere Linsen und Blenden geleitet, um dann letztendlich ins Auge gelenkt zu werden. Optik Bedarf kauft man Üblicherweise entweder bei Thorlabs oder EdmundOptics. Das sind so die Standard Zulieferer. Thorlabs hat den Vorteil, falls im Paket noch Platz ist, schicken die Sŭssigkeiten mit (LabSnacks). Im Moment haben wir noch ein „künstliches“ Auge bestehend aus einer einfachen Linse und in deren Fokusebene ein Stück weisses bedrucktes Papier. Das weisse Papier hat ähnliche Eigenschaften wie die Netzhaut, d.h. es reflektiert das einfallende Licht nicht konkret in eine Richtung wie z.B. ein Spiegel, sondern streut das Licht in alle möglichen Richtungen. Ein Teil davon wird dann wieder zurück durch die Linse reflektiert. Das reflektierte Licht wird dann per Spiegel auf einen Detektor gelenkt.

Detektor:

So, nachdem das Licht sich nur seinen Weg durch Linsen und Blenden, Mikrospiegel und Papier gebahnt hat, kommt es dann geschwächt am Detektor an. Und zwar per Auge kaum sichtbar, da zu schwach. Hat die LED im Betrieb ca. 30Watt, kommen auf Detektorebene weniger als 1mW an. Das ist auch gut so, denn wir wollen ja keinen potentiellen Probanden blind schiessen. Nun bietet sich als Detektor erstmal eine Photodiode an, allerdings hat sich schnell herausgestellt, dass diese nicht empfindlich genug ist. Von daher benutzen wir nun einen Photomultiplier (PMT). Dieser ist nicht nur teurer sondern auch wesentlich empfindlicher, da dieser einzelne Photonen erkennen kann. Daher muss der PMT auch gut von allen fremden Lichtquellen (PC Monitor, Hintergrundlicht von z.B. Standby Leuchten, RJ45 Anschluss LED, etc…) abgeschirmt werden, so dass auch wirklich nur das modulierte Licht, dass von der Netzhaut reflektiert wird, gemessen wird.

Software:

Wenn man das sicher gestellt hat, kann man dann eine Lichtintensität per Modulation messen und daraus per Software ein Bild der Netzhaut berechnen. Die Software ist in unserem Fall in C++ geschrieben und kontrolliert den DMD, den PMT, speichert die Messungen und berechnet das Bild.


 

Soweit, so grob. Ein „Proof of Concept“ ist vorhanden, allerdings klappt das im Moment nur relativ befriedigend. Es gilt noch einige Fehlerquellen zu eliminieren und/oder zu minimieren, um bessere Ergebnisse zu erhalten. Allerdings werden wir demnächst zum echten Auge wechseln und innerhalb der nächsten Wochen erste Probemessungen vornehmen, um dann unter realen Bedingungen die Machbarkeit weiter zu evaluieren.

Ich war mit dem Rad am Meer. Einfach 50km. Komplettstrecke 100km, ca. 1250 Höhenmeter. Insgesamt hab ich so ein bisschen länger als 5 Stunden gebraucht.

Das Anstrengende ist nicht etwa die Strecke oder meine Kondition sondern das Nichtvorhandensein von Schatten entlang des Weges. Man fährt quasi die ganze Zeit in der puren Sonne. Das geht auf das Gemüt bei Temperaturen bis zu 35Grad.

Kurze Impressionen durch das Auge meiner neuen kleinen Kamera:

Der erste Recording-Versuch:

Hier hab ich die Kameraführung verbessert:

 

Und dann war ich das erstmal seit ich hier bin am Strand (Cape Palos bei La Manga) und dann schlechtes Wetter:

Seitdem ich nun mein Rad in Murcia habe, war ich schon paar Mal in den Bergen unterwegs. Hier ein paar Eindrücke:

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Die spanische Karwoche (Semana Santa) ist rum und damit auch tägliche Prozessionen durch die Innenstadt. Während der Prozession werden augenscheinlich schwere Heiligenfiguren durch die Stadt getragen und Süssigkeiten an die Kinder verteilt.

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Dienstag
Karfreitag
Murcia von den Bergen aus gesehen

Man muss sich allerdings als Aussenstehender an die Kostümierung gewöhnen. Auch passiert es wohl öfter, dass sich die Statuen verselbstständigen. Das hab ich allerdings hier nicht gesehen.

Das Wetter hat sich nun regelmässig tagsüber bei über 20Grad eingependelt. Kühl wird es eigentlich nur ab und dann in den Abendstunden.



Knapp 7 Wochen sind rum.

Ich hab mich soweit gut eingelebt: Job und die neue Umgebung sind spannend und aufregend (ich darf mich gerade viel mit C++ in VS2010 rum schlagen [das ist der vielleicht nicht sooo spannenende Teil]). Gehalt gibt es auch und das Wetter ist auch gut. Also meistens, denn seit gut einer Woche regnet es hier ab und dann.
Einen Spanisch-Kurs hab ich noch nicht angefangen, werde aber voraussichtlich nach Ostern mit einem Beginnerkurs starten.

Ich bin die nächste Woche drei Tag an der Uni in Castellon de la Plana, um mir dort vor Ort zeigen zu lassen, wie die hiesige Gruppe Fragestellungen gelöst hat, auf die wir gerade noch treffen. Die Leute dort haben den Grundstock zu unserem Experiment gelegt und davon wollen wir und ich natürlich profitieren.