War mal kurz in Marroko. Wellenreiten ausprobiert in Essaouria.

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Essaouria

Nach Spanien, Murica, kommt wohl die Niederlande, Amsterdam. So sieht es im Moment aus. Abflug aus Spanien ist gebucht.
Warte jetzt nur noch auf den Arbeitsvertrag. Muendlich solle alles klar sein. Fingers crossed.

Mein experimentelles System nimmt langsam Formen an und mittlerweile sind alle wichtigen Bestandteile eingetroffen und getestet. Ich werde jetzt hier kein genaues Bild widerspiegeln, aber mal versuchen, einen groben Überblick verschaffen. Kurz zusammen gefasst, wollen wir ja die Netzhaut abbilden. Allerdings ohne eine Kamera zu verwenden, sondern nur einen einzelnen Detektor.

Das Licht:

Ich hab in meinem System als Lichtquelle eine Standard LED oder besser ein LED-Array, dass man in jedem Elektronikfachhandel (z.B. conrad) kaufen kann. Kosten so um die 15Euro. Die betreibe ich an einem Netzteil (50V, 0.7A), dass man auch fast überall kaufen kann. Die LED hab ich ganz „professionell“ auf einen CPU Kühler geschraubt, den ich aus einem alten Pentium4 PC geschraubt hab, denn die LED wird bis zu 150Grad heiss, daher braucht man einen dicken Kühlkörper. Da ich das Licht in eine gewisse Richtung lenken will, musste ich noch eine Art Gehäuse basteln, dass das Licht nur aus einer münzgrossen Blende lässt. Ausserdem hilft das, die Lichtverteilung im Labor zu regeln, denn wir wollen nur da Licht, wo wir es benötigen und nicht sonst wo.

Amplituden-Modulation:

Der Lichtstrahl trifft dann direkt auf ein „Digital MicroMirror Device“ (DMD/DLP). Dieses besteht aus, in unserem Fall, 1024 x 768 kleinen Spiegeln (ca. 14µm gross), die man individuell ansprechen kann. Die Spiegel kennen im Prinzip nur zwei Zustände: Licht nach A oder B reflektieren. D.h. Entweder ins System reflektieren oder weg vom System. Daher auch der Begriff Amplituden Modulation, da ich nun auf dem DMD verschiedene Pattern/Muster/Bilder projezieren kann, die mir unterschiedlich viel Licht ins System bringen können. Und das Ganze passiert bis zu 22 tausend Mal pro Sekunde, wenn man will. Solche Spiegel werden kommerziell in aktuellen Projektoren/Beamern verbaut.

Aufbau:

Dann wird das modulierte Licht durch mehrere Linsen und Blenden geleitet, um dann letztendlich ins Auge gelenkt zu werden. Optik Bedarf kauft man Üblicherweise entweder bei Thorlabs oder EdmundOptics. Das sind so die Standard Zulieferer. Thorlabs hat den Vorteil, falls im Paket noch Platz ist, schicken die Sŭssigkeiten mit (LabSnacks). Im Moment haben wir noch ein „künstliches“ Auge bestehend aus einer einfachen Linse und in deren Fokusebene ein Stück weisses bedrucktes Papier. Das weisse Papier hat ähnliche Eigenschaften wie die Netzhaut, d.h. es reflektiert das einfallende Licht nicht konkret in eine Richtung wie z.B. ein Spiegel, sondern streut das Licht in alle möglichen Richtungen. Ein Teil davon wird dann wieder zurück durch die Linse reflektiert. Das reflektierte Licht wird dann per Spiegel auf einen Detektor gelenkt.

Detektor:

So, nachdem das Licht sich nur seinen Weg durch Linsen und Blenden, Mikrospiegel und Papier gebahnt hat, kommt es dann geschwächt am Detektor an. Und zwar per Auge kaum sichtbar, da zu schwach. Hat die LED im Betrieb ca. 30Watt, kommen auf Detektorebene weniger als 1mW an. Das ist auch gut so, denn wir wollen ja keinen potentiellen Probanden blind schiessen. Nun bietet sich als Detektor erstmal eine Photodiode an, allerdings hat sich schnell herausgestellt, dass diese nicht empfindlich genug ist. Von daher benutzen wir nun einen Photomultiplier (PMT). Dieser ist nicht nur teurer sondern auch wesentlich empfindlicher, da dieser einzelne Photonen erkennen kann. Daher muss der PMT auch gut von allen fremden Lichtquellen (PC Monitor, Hintergrundlicht von z.B. Standby Leuchten, RJ45 Anschluss LED, etc…) abgeschirmt werden, so dass auch wirklich nur das modulierte Licht, dass von der Netzhaut reflektiert wird, gemessen wird.

Software:

Wenn man das sicher gestellt hat, kann man dann eine Lichtintensität per Modulation messen und daraus per Software ein Bild der Netzhaut berechnen. Die Software ist in unserem Fall in C++ geschrieben und kontrolliert den DMD, den PMT, speichert die Messungen und berechnet das Bild.


 

Soweit, so grob. Ein „Proof of Concept“ ist vorhanden, allerdings klappt das im Moment nur relativ befriedigend. Es gilt noch einige Fehlerquellen zu eliminieren und/oder zu minimieren, um bessere Ergebnisse zu erhalten. Allerdings werden wir demnächst zum echten Auge wechseln und innerhalb der nächsten Wochen erste Probemessungen vornehmen, um dann unter realen Bedingungen die Machbarkeit weiter zu evaluieren.

Knapp 7 Wochen sind rum.

Ich hab mich soweit gut eingelebt: Job und die neue Umgebung sind spannend und aufregend (ich darf mich gerade viel mit C++ in VS2010 rum schlagen [das ist der vielleicht nicht sooo spannenende Teil]). Gehalt gibt es auch und das Wetter ist auch gut. Also meistens, denn seit gut einer Woche regnet es hier ab und dann.
Einen Spanisch-Kurs hab ich noch nicht angefangen, werde aber voraussichtlich nach Ostern mit einem Beginnerkurs starten.

Ich bin die nächste Woche drei Tag an der Uni in Castellon de la Plana, um mir dort vor Ort zeigen zu lassen, wie die hiesige Gruppe Fragestellungen gelöst hat, auf die wir gerade noch treffen. Die Leute dort haben den Grundstock zu unserem Experiment gelegt und davon wollen wir und ich natürlich profitieren.

so gut. Ich dachte ja, als EU Bürger mit Arbeitsplatz in der EU seien einige Dinge einfacher. Anscheinend nicht.

Montag: 3Stunden Ausländerbehörde bis ich die NIE Nummer (Ist so eine Art Identifikationsnummer) hatte. Antrag eingereicht, in die Stadt gefahren, um 10Euro Gebühr zu bezahlen und wieder zurück, um die Nummer in Empfang zu nehmen.Ach ja, Englisch spricht da keiner. Nicht mal ein bisschen. Die NIE hab ich nun nur auf dem Papier, die offizielle Karte bekomm ich später. Die NIE Nummer braucht man überall. (In Deutschland dauert das Wohl bis zu 6Wochen, wenn man die NIE Nummer im Konsulat beantragt. Aber wohl gleich mit Karte.)

Dann in die Stadt, um Sozialversicherungsnummer zu beantragen. Das ging nur mit der NIE Nummer. Darauf folgend ein Gesundheitszertifikat in der Apotheke gekauft (ca 4Euro) und das einem Kollegen mitgegeben, damit seine Freundin das unterzeichnet (ohne das sie mich gesehen hat). Daher auch die Kosten von sonst ca. 50Euro gespart.

Dienstag: Vertrag unterschrieben. 7mal. Allerdings wird die deutsche IBAN nicht akzeptiert. D.h. schnell spanisches Konto eröffnen. Bei der Bank beraten lassen und siehe da, der Mann spricht ein bisschen Englisch und als Universitäts-Angestellter gibt es sogar besondere Konditionen. Aber erstmal andere Bank checken. Aber ich kann die NIE mittlerweile auswendig.

Schlüssel für das Labor/Gebäude erhalten.

Mittwoch: Wohnung angeguckt: ca. 65m2, Wohnzimmer, 3x Schlafzimmer, Küche, Bad – 350Euro. Aber war nicht so mein Fall.

Uni-Email Adresse und Uni-Ausweis beantragen. . . Spricht auch keiner ein bisschen Englisch. Die NIE wieder aufgesagt und siehe da, ich bin nicht im System. Wie sich raus stellt, da ich noch keine spanische IBAN vorgezeigt habe. Gut, dann mal ab an die Uni – Bankzweigstelle und der Typ spricht kein Englisch. Daher wieder in die Stadt zur Bank und mit dem Typ vom Vortrag das Konto abgeschlossen. Allerdings nur das Konto, ohne Bankkarten, da ich noch keine Wohnadresse vorweisen kann.

IBAN an das Uni-Büro geschickt und Email Adresse erhalten. Allerdings in einer ganz komischen Namenskombi (benjaminklaus.lochocki@…), die ich hoffentlich noch ändern kann. Ist ja viel zu lang und seit wann nutze ich meine Mittelnamen? Den Uni-Ausweis hole ich dann morgen ab.

3 Wohnungen angeguckt. Nr2 hat mir gefallen. Die wollen allerdings auch eine Vermittlungskommission. Auch hat die Wohnung keinen Ofen. Abwarten.

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